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Fördern und Fordern

Das Schulleben hat mit einem umfangreichen Nachmittagsprogramm einen weiteren Baustein dazu bekommen. In Sachen Leistungsniveau haben wir noch einen weiten Weg vor uns, was aber das schulische Angebot insgesamt angeht, stehen wir einer deutschen Grundschule bereits nach einem halben Jahr in nichts nach.

 

Eine der größten Herausforderungen unserer Schule ist seit der Gründung im März die Integration von Schülern ganz unterschiedlicher Herkunftsfamilien und ganz unterschiedlicher Leistungsstände unter einem Dach. Das ganze Schuljahr schon werden die schwächsten Schüler (in der Regel waren diese zuvor auf staatlichen Schulen) von ihren Lehrern nachmittags besonders gefördert, damit sie aufholen. Ihre Zeugnisse, die sie zur Aufnahme in der Diospi-Suyana-Schule mitgebracht haben, haben kaum Aussagekraft, denn in Peru bleibt man in der Regel nicht sitzen: Besser man zieht den Schüler elf Jahre durch. So sollen Probleme vermieden werden. Der Schock entsteht dann, wenn das Schulkind nach vielen Jahren erstmalig die Wahrheit gesagt bekommt, so wie dieses Jahr am Colegio Diospi Suyana geschehen. Damit wird eine Diagnose des Lernstands möglich und durch die gezielte Arbeit in einer der zwanzig Fördergruppen bekommen diese Schüler eine echte Chance auf einen Neuanfang. Und im Unterricht geben unsere Freiwilligen aus Deutschland Unterstützung. Soweit das Fördern.

 

Unsere Schüler haben ein enormes Potenzial und müssen auch gefordert werden. Dafür haben wir vor zwei Wochen die Arbeitsgemeinschaften neu ins Leben gerufen: Jeder Lehrer unterbreitet unseren Schülern mindestens ein Angebot, mit dem Begabungen entdeckt und gefördert werden sollen, die im Unterricht nicht unbedingt zum Tragen kommen. Das Spektrum ist breit: Bibelstudium, Mathetreff, Peruanische Literatur, Schach, Violine, Gitarre, Trompete, Gesang, Theater, folkloristische Tänze, Gymnastik, Fußball, Handball, Volleyball, Backen, Stricken, Sticken. Auch die beiden FSJ’ler bieten ihre eigenen Gruppen an. Und damit passiert etwas für unsere Berglandregion unübliches: Schulkinder müssen nicht mehr den ganzen Tag auf der Straße oder vor dem Fernseher verbringen. Denn man muss wissen, dass die Diospi-Suyana-Kinderclubs in Curahuasi im Grunde das einzige Freizeitangebot sind. Daher nehmen die Schüler die neuen Angebote dankbar wahr und versuchen, so viel wie möglich mitzunehmen. Doch teilnehmen darf nur, wer auch zu seiner Fördergruppe geht.

 

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an Jonas Waltersbacher und Dorothea Schroth, unsere beiden Freiwilligen an der Schule, die erst seit vier Wochen hier und schon voll im Einsatz sind. Sie haben sich entschlossen, Gott ein Jahr ihres Lebens zu schenken, damit er sie zum Wohle der Menschen einsetzen kann.